Quelle www.e-control.at Wien (13. Dezember 2017)

Die Gastransitleitungen WAG (West-Austria-Gasleitung) und TAG (Trans-Austria-Gasleitung) sind nach der schweren Explosion vom Dienstag wieder in Betrieb gegangen. Nach einer Bestandsaufnahme durch Experten der Netzbetreiber und Behörden konnte gestern Abend die Freigabe für die Wiederaufnahme der Gasflüsse erfolgen. Damit funktionieren die Transitlieferungen in die benachbarten Länder Ungarn, Slowenien und Italien wieder im Normalbereich.

Auch die Versorgung der Gaskunden in Österreich, die zu keinem Zeitpunkt gefährdet war, ist weiter dauerhaft gesichert. Die Gasspeicher, in denen mehr als 20 in Österreich aktive Erdgasunternehmen Gas lagern, sind mit rund 69.000 GWh nach wie vor gut gefüllt.

Die Gaspreise, die wegen der bei den Marktteilnehmern durch den Unfall verursachten Unsicherheit gestern kurzfristig nach oben gegangen sind, haben sich durch die Entspannung der Situation mittlerweile wieder auf das Niveau von Anfang Dezember eingependelt und liegen aktuell bei knapp unter 22 Euro/MWh. Auswirkungen auf die Preise für die heimischen Endkunden sind somit nicht zu erwarten.

Der kurzfristig einberufene Krisenstab der E-Control gemeinsam mit Vertretern des BMWFW konnte sich aufgrund der Normalisierung der Lage somit bereits wieder auflösen. „Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern der Netzbetreiber für die rasche Wiederherstellung des Normalbetriebs und ihren unermüdlichen Einsatz sowie die schnelle Reaktion der Anlagenbehörde und bei den Einsatzkräften.“, so der Vorstand der Aufsichtsbehörde E-Control, Andreas Eigenbauer und Wolfgang Urbantschitsch. Und weiter: „Es hat sich gezeigt, dass sich die nach der Gaskrise vom Jahr 2009 getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur und des Ausbaus der Speicherkapazitäten bewährt haben und weiter vorangetrieben werden sollen, damit auch in Zukunft die Versorgung mit Erdgas gesichert werden kann.“ (Quelle: www.e-control.at)

2018-01-11T10:22:11+00:00